2026, II. Saison
Abgekupfert
28.02.2026, 18:00, Treppensaal des Ludwig Roselius Museums
The Silver Swan:
Jeroen Finke - Bariton
Tobias Tietze - Theorbe
Dávid Budai - Lyra-Violen

Auch in der Barockmusik gab es wahre Hits wie Giulio Caccinis berühmtes Stück “Amarilli mia bella”. Viele dieser bekannten Melodien wurden auch im deutschsprachigen Raum verbreitet, teilweise gar mit deutschen Übersetzungen. Komponisten wie der Schütz-Schüler Johann Nauwach publizierten ihrerseits italienische Arien und verzierte Melodien. Berühmte Dichter der Zeit wie Johann Rist, Philipp von Zesen oder Paul Fleming verfassten neue Texte zu den italienischen Hits. Das Konzertprogramm lädt dazu ein, verschiedene Versionen dieser Kompositionen im direkten Vergleich zu entdecken.
Aufgrund des begrentzten Platzangebots bitten wir um eine Anmeldung unter
thesilverswan.bremen@gmail.com
Einlass ab 17:30, freie Platzwahl.
Eintritt frei, Spenden erbeten.
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass das Gebäude aufgrund historischen Charakters nicht barrierefrei ist.
Songs to the bowed Lyre
25.04.2026, 18:00, Treppensaal des Ludwig Roselius Museums
The Silver Swan:
Erika Tandiono - Sopran
Dávid Budai - Lyra-Viol
Das Konzert ist dem 400. Todesjahr von John Coprario (†1626) gewidmet, einem der bedeutendsten englischen Komponisten des frühen 17. Jahrhunderts. Coprario wirkte als Gambist, Komponist und Lehrer im Umfeld des Hofes von Prinz Charles und spielte eine zentrale Rolle in der Entwicklung der englischen Lied- und Consortmusik. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer hinterließ er auch eindrucksvolle Vokalwerke: Mit Sammlungen wie den Songs of Mourning und den Funeral Teares schuf er Trauermusik für herausragende Persönlichkeiten seiner Zeit. Seine Orientierung an italienischen Vorbildern verband sich mit englischer Tradition und führte zu einer eigenständigen Musiksprache, die weit über seine Zeit hinaus wirkte.
Ein herausragendes Zeugnis dieser Epoche ist das Egerton-Manuskript. Es vereint die englische Lautenlied-Tradition mit italienischen Einflüssen und zeigt zugleich die besondere Rolle der Lyra Viol als Begleitinstrument. Während üblicherweise die Laute die Singstimme stützte, übernimmt hier die Lyra Viol diese Funktion. Ihr Klang schafft eine dichte, resonante Basis, die sie in einen Wettstreit mit der Laute treten ließ. Die im Manuskript überlieferten Gesangsstimmen sind reich verziert und stellen hohe Anforderungen an Virtuosität und Ausdruck. Die Lyra Viol antwortet darauf mit kontrapunktischen Linien und klanglicher Tiefe. So entsteht ein Dialog zwischen Stimme und Instrument, der historische Praxis lebendig macht und zugleich die besondere Ausdruckskraft dieser Musik ineinem Konzert erfahrbar werden lässt.
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Von Herz zu Herz
17.10.2026, 18:00, Treppensaal des Ludwig Roselius Museums
The Silver Swan:
Erika Tandiono - Sopran
Laura Dümpelmann - Blockflöten
Dávid Budai - Renaissance Rabab
Venedig, 1501, Schauplatz eines revolutionären und gleichzeitig retrospektiven Aktes: einige Jahrzehnte nach der Erfindung des Buchdrucks gelingt es Ottaviano Petrucci, ein Verfahren für den Druck mehrstimmiger Musik zu entwickeln, er gibt die erste gedruckte Musiksammlung überhaupt heraus: Harmonice Musices Odhecaton, einhundert Lieder. Es handelt sich um drei - und vierstimmige Stücke, darunter die beliebtesten Lieder aus ganz Europa, die Hits der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Auch kompositionstechnisch wählte Petrucci wohl dem Zeitgeist entsprechende Musik aus: um 1500 war es schick, auf bekannten Liedern basierend zahlreiche - bis zu 50! - Versionen desselben Stückes zu komponieren oder zu improvisieren. In der edlen Kombination aus Stimme, Blockflöten und Renaissancegambe genießen und präsentieren wir Feinheit, Komplexität und Witz dieses Repertoires und versinken teilweise so tief darin, dass wir eigene Versionen und instrumentale Tänze in das Programm einbauen. Damals wie heute ist höfische? religiöse? blumige? unerfüllte? Liebe ein zentrales menschliches Thema. So ist es auch in den von Hayne van Ghizeghem, Gilles Binchois, Alexander Agricola, Loyset Compere, Josquin des Prés u.a. vertonten Versen nicht anders, und plötzlich scheint uns das 15. Jahrhundert ganz nah.
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Vergangene Konzerte
A Portrait of a Woman
08.03.2025, 18:00, Treppensaal des Ludwig Roselius Museums
The Silver Swan:
Erika Tandiono - Sopran
Asako Ueda - Laute
Dávid Budai - Lyra-Viol

Das Konzertprogramm zum Internationalen Frauentag beleuchtet die Rolle von Frauen in der Musik des frühen 17. Jahrhunderts. Obwohl es für gesellschaftlich angesehene Frauen als Tabu galt, den Beruf der Musikerin auszuüben, fanden Frauen auch aus mittleren Gesellschaftsschichten Wege zur Musik. Das Singen und Spielen von Instrumenten wurde zu einem festen Bestandteil der Erziehung. Eine verbreitete Praxis im Kontext des häuslichen Musikunterrichts unverheirateter Frauen war das Sammeln von Kompositionen.
Im Rahmen des Programms werden drei Manuskripte vorgestellt, die das musikalische Wirken von Frauen dieser Zeit dokumentieren.
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Cries from London
17.05.2025, 18:00, Treppensaal des Ludwig Roselius Museums
The Lyrabird Company:
Mareike Greb - Schauspiel, historischer Tanz, Gesang
Miyoko Ito - Lyra-Violen
Dávid Budai - Lyra-Violen

Eine Theatertruppe – bestehend aus nur einer Schauspielerin und zwei MusikerInnen – bringt Rufe und Stimmen aus London nach Bremen. Im Mittelpunkt stehen Werke von Shakespeare und seinen Zeitgenossen, begleitet von Liedern, Balladen und virtuosen Tänzen aus der Epoche Elisabeths I. und Jakobs I. Diese Aufführung verbindet Musik und Schauspiel und entführt das Publikum in die Welt des Theaters.
Im England des 16. und 17. Jahrhunderts war das Theater ein zentraler Ort gesellschaftlicher und intellektueller Begegnungen. Es spielte eine bedeutende Rolle im kulturellen Leben, obwohl es strengen Kontrollen und Zensur unterlag. Seit den 1570er Jahren waren religiöse Themen in Theaterstücken offiziell verboten, was auf die politischen Spannungen der Reformation zurückzuführen war. Trotz dieser Einschränkungen entwickelte sich das Theater zu einem blühenden Zentrum künstlerischen Ausdrucks. Die Gesellschaft fand in den Theateraufführungen eine Möglichkeit, die politischen und sozialen Strömungen ihrer Zeit zu reflektieren. Ein wichtiges Ausdrucksmittel, vor allem für Emotionen und unausgesprochene Gedanken, war die Instrumentalmusik. Die Anforderungen an den dramatischen Gebrauch dieser Musik trugen zu einer stilistischen Weiterentwicklung bei.
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For severall Friends
24.05.2025, 21:30,Treppensaal des Ludwig Roselius Museums
Dávid Budai - Lyra-Violen

Als zweiundhalbste Konzert der Reihe erklingen Ausschnitte aus den vergangenen Konzerten - arrangiert für Lyra-Viol Solo. Die Aufführung findet in Rahmen der Lange Nacht der Museen statt. Weitere Informationen: Museen Böttcherstraße
An English Gentleman
22.11.2025, 18:00,Treppensaal des Ludwig Roselius Museums
Dávid Budai - Lyra-Violen

An English Gentleman
Vier Instrumente – ein Spieler – ein Solokonzert aus einer Zeit, in der feiner Geschmack, Humor und Intellekt Hand in Hand gingen.
In einem moderierten Konzert entführt Dávid Budai in die Klangwelt des englischen Gentlemans des frühen 17. Jahrhunderts – mit der Lyra-Viol als seinem edelsten und zugleich modernsten Begleiter. Im historischen Treppensaal des Ludwig Roselius Museums entfaltet sich ein schillerndes Klangspektrum voller Resonanz und Noblesse.
Mit Musik von John Dowland (1563-1626), Tobias Hume (ca. 1569-1645), Alfonso Ferrabosco II (1575-1628), William Corkine (fl. 1610-1617).
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